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Dann möchte ich euch mal ein wenig aus meinem Hundeleben erzählen.
Mein Bruder Brooklyn und ich sind in einer Tötungsstation in Spanien abgegeben worden. Wir sind unserer Familie lästig geworden und so wollte man uns einschläfern lassen.
Unser Glück war, dass es Menschen wie Laura und Nuria gibt, die sich dort für Vierbeiner einsetzen. Sie haben einige Zwinger in der Perrera angemietet und versuchen so viele Hunde wie möglich aus der Tötung zu retten und sie dort unterzubringen. Leider können nicht alle unsere Kameraden gerettet werden, aber die Damen dort tun was sie können und müssen oftmals an ihre Grenzen gehen. Sie arbeiten mit dem Tierschutz Spanien zusammen und so können viele viele von uns nach Deutschland reisen und dort ein wunderschönes Leben führen.
Da saßen wir nun in unserem Zwinger und dann kam der Tag an dem man mir meinen geliebten Bruder nahm. Er hatte in Deutschland eine liebe Familie gefunden und musste mich verlassen. Das war wirklich schrecklich für mich, denn wir waren von Geburt an zusammen. Zum Glück gab es hier noch jede Menge andere Hunde mit denen ich mich prima verstanden habe und die mir ein wenig über meine Trauer hinweg geholfen haben. Aber sie waren halt nicht mein Bruder.
(Leider konnte Brooklyn nicht bei seiner Familie in Deutschland bleiben und ist nach nur 8 Monaten nach Österreich gezogen. Ich hoffe so sehr für ihn, dass er dort nun endlich ein Zuhause gefunden hat, in dem er geliebt wird und für immer bleiben darf. Es sieht jedenfalls so aus, als wenn er jetzt so richtig glücklich ist. Er heisst jetzt Lio... Guckst du hier)
Was ich nicht wusste, auch ich hatte bereits ein neues Zuhause gefunden. Aber meine neue Familie wollte mir erst noch mein neues Heim einrichten (davon sollte ich nichts mitbekommen) und somit musste ich noch einige Zeit auf meine Ausreise nach Deutschland warten.
Erst einmal fuhr ich aber von Andujar nach Madrid in das Tierheim ANAA. Diese Reise habe ich nicht allein angetreten. Sie haben mir doch tatsächlich meinen Freund Hommer (nun heisst er Jumper) zur Unterstützung mitgeschickt. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Wir mussten uns nun von Laura verabschieden. Sie ist immer erst beruhigt, wenn sie weiss, dass wir gesund und munter bei unseren neuen Familien angekommen sind. Wir haben sie echt lieb gehabt und wollten am liebsten gar nicht weg. Aber unsere beiden Plätze in den “sicheren Zwingern” waren schon für andere arme Würstchen gedacht. Sollen sie doch auch eine Chance bekommen.
Nun saßen wir also in einem neuen Tierheim. Es ist zwar sehr schön, aber bleiben möchte man dort auch nicht immer.
Plötzlich ging die Tür auf und 1 Mann und 2 Frauen kamen auf uns zu. Die beiden “Weibchen” hatten Tränen in den Augen und machten ganz viele Fotos. Was wollten die von uns? Jorge meinte dann, dass wir nun die Bratwursttherapie machen und verschwand. Was meinte er damit?
Nach einiger Zeit kam er mit einer riesigen Bockwurst wieder und brach sie in der Mitte durch. Nun sollte ich auch noch mit Jumper die Wurst teilen?????? Die Frauen gaben uns die Wurst und wir schlossen sie sofort in unser Hundeherz. Plötzlich waren sie verschwunden. Nach wenigen Minuten kamen sie wieder und banden mir so ein komisches Tuch um den Hals. Angeblich stand da mein Name drauf. Tstsstssts, nun weiss ja jeder wie ich heisse.
Jumper haben sie bald die Beine gebrochen. Er bekam so ein Teil um den ganzen Körper geschnallt. Hihi, hatte ich es gut mit meinem Tuch. Dann bekam ich noch was um den Hals mit ner langen Schnur dran. Grrr, toll fand ich das nicht gerade. Aber nun wurden wir aus unserem Käfig befreit. Wir durften hier raus!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Nach einiger Wartezeit kam Jorge wieder und wir wurden in Taschen verfrachtet. Er brachte uns zu einem recht komischen Ort. Bisher kannte ich so was noch nicht. Massen an Menschen. Was wollten die alle hier?
Irgendwann gingen wir auf ein riesiges Teil zu. Das hatte Löcher im Bauch und alle Menschen stiegen ein. Jumper und ich haben geschlafen. Uns war mittlerweile alles egal. Nach einiger Zeit stiegen wir wieder aus und wurden von weiteren 2 Frauen begrüßt.
Sie riefen: “WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND!!!”
Keine Ahnung wer das nun wieder war. Nach der Begrüßung wir wieder rein in die Taschen und ab in ein Auto. Reichts denn immer noch nicht??? Die Fahrt war nicht ganz so lang und wir durften endlich aussteigen.
Das war nun also unser neues Heim? Neee, nur meins. Jumper musste leider noch weiterfahren.
Wie es weitergeht erzähl ich euch auf der nächsten Seite.
Aber eins muss ich noch loswerden.............
Für alle die es noch nicht wussten. Ich habe ein gaaaanz schön verrücktes neues Frauchen bekommen. Sie war nämlich diejenige, die mich in Madrid abgeholt hat. Jumpers Frauchen ist nicht besser. Sie war auch da!
Eigentlich hätten wir mit einem Transport nach Deutschland kommen sollen. Das hätte für unsere neuen Familien aber bedeutet, dass sie uns in Lindau am Bodensee hätten abholen müssen. Da dies nicht an einem Tag zu schaffen gewesen wäre, haben sie nach einem günstigen Flug gesucht und halt für den 24.09. gefunden.
NUN FÄNGT DAS LEBEN FÜR UNS RICHTIG AN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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